Interview mit Dr.Doomsday & His Nuclear Wisemen
Dr.Doomsday & His Nuclear Wisemen
Wer verbirgt sich alles hinter Dr. Doomsday & His Nuclear Wisemen?
Dr. Doomsday & His Nuclear Wisemen sind der radioaktiv verseuchte Dr. Doomsday (drums) und seine drei Nuclear Wisemen: Sid Vampyre (bass, synth, drum programming), Enzo Alzheimer (synth, guitar) und Adam der Somnambule (gesang, synth, noise).
Gibt es so etwas, wie eine grundsätzliche Idee, die sich hinter Dr. Doomsday & His Nuclear Wisemen verbirgt?
Die Bandphilosopie besteht darin nur das zu spielen, was man spielen kann, und vor allem auch nur das, was man live spielen kann. Außerdem versuchen wir nur auf authentischen Instrumenten zu spielen. Das heißt auf analogen Synthesizern aus den frühen 80ern. Laptops und Samples vom Band sind absolut tabu. Das merkt man bei uns daran, dass wir live so oft falsch spielen. Wenn ihr wüsstet bei wieviel Bands 90% vom MP3-Player kommt!
Wie, wo und wann kam es zur Gründung von Dr. Doomsday & His Nuclear Wisemen?
Dr. Doomsday & His Nuclear Wisemen wurde im Herbst 2004 (damals mit einem anderen Keyboarder) in Aschaffenburg am bayerischen Untermain von drei unmusikalischen Musikfans gegründet, die sich von dem verkommenen Geschmack einer so genannten „schwarzen Szene“ angekotzt fühlten und ihre Vision von (Anti-)Musik verbreiten wollten.
Was sollten wir alles aus der Bandgeschichte von Dr. Doomsday & His Nuclear Wisemen wissen?
Ihr solltet wissen, dass es uns nichts (mehr) ausmacht, mit Mandarinen beworfen zu werden.
Wieso habt ihr euch für den Bandnamen Dr. Doomsday & His Nuclear Wisemen entschieden? Steckt für euch dahinter eine tiefere Bedeutung?
„Dr. Doomsday & His Nuclear Wisemen“ war ein Alternativtitel für den Stanley Kubrick Film „Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb“ – einer unserer Lieblingsfilme. In Anlehnung an Echo & The Bunnymen, die ebenfalls ihre Drummachine in den Mittelpunkt des Bandnamens rückten, passt der Name einfach perfekt.
Wen seht ihr als das typische Dr. Doomsday & His Nuclear Wisemen Publikum an? Gibt es ein bestimmtes Publikum, dass ihr mit eurer Musik ansprechen möchtet?
Musiknerds, die keine Mandarinen dabei haben.
Gibt es eine gängige Schublade für die Musik von Dr. Doomsday & His Nuclear Wisemen? Wie beschreibt ihr Leuten eure Musik, die euch noch nie zuvor gehört haben?
Nein, weder die Schublade Minimal, noch Postpunk oder New Wave passen. Minimal Fans stören sich an der Gitarre und Postpunk oder New Wave kann man es nicht nennen, weil diese Stilepochen einfach schon vorbei sind. Wen uns jemand fragt, der keine Ahnung hat, dann sagen wir ihm er soll sich „Eisbär“ von Grauzone anhören.
Welche Themen greift ihr in euren Texten auf und durch was lasst ihr euch beim Texten inspirieren?
Unbewusstes, Träume, Verdrängtes, Wünsche. Ganz im Sinne des Surrealismus oder auch gerne mal des Dadaismus.
Wie wichtig sind euch eure Texte? Nehmen sie in der Musik von Dr. Doomsday & His Nuclear Wisemen einen großen Stellenwert ein, oder seht ihr die Texte eher als Beiwerk zur Musik?
Die Texte sind total wichtig – für den Verfasser Psychotherapie. Leider kann sie auch meist nur er selbst verstehen. Bitte genau hinhören und selbst mit Bedeutung füllen! Wer rausbekommt um was es in dem Song „Petrunelka“ geht, gewinnt eine nukleare Mikrowelle.
Wie kann man sich einen Dr. Doomsday & His Nuclear Wisemen Auftritt vorstellen? Was geht bei euch so auf der Bühne ab?
Naja, das kommt darauf an, ob die Zuschauer Mandarinen dabei haben. Eigentlich passiert aber nicht viel. Wir müssen uns sehr konzentrieren. Wir sind keine Minimalisten, wir sind Dilettanten und müssen aufpassen, uns nicht zu verspielen oder von der Bühne zu fallen. Wenn der Veranstalter brav ist, haben wir Petunia unsere ABC-Alarm-Schaufensterpuppe dabei.
Ich bedanke mich bei euch für das Interview und wünsche euch für die Zukunft alles gute. Die letzten Worte in diesem Interview überlasse ich euch.
Ich bedanke mich bei euch für das Interview und wünsche euch für die Zukunft alles gute. Die letzten Worte in diesem Interview überlasse ich euch.
Atomstrom ist böse.
Claudia Wagner
This entry was posted on Wednesday, December 30th, 2009 at 9:24 am and is filed under Interviews. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
